Niedersachsen

Weil zieht sich zurück: Wer übernimmt die Macht in Niedersachsen?

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, hat heute seinen Rücktritt aus beiden Ämtern angekündigt. Der Rückzug erfolgt im Mai 2025 und beendet eine zwölfjährige Amtszeit, in der er sowohl als Regierungschef als auch als SPD-Landesvorsitzender maßgeblich die Geschicke seines Bundeslandes lenkte. In einer Erklärung nannte Weil „persönliche Motive“ als Grund für seine Entscheidung, die auch gesundheitliche Bedenken umfassen, die die Anforderungen der Politik betreffen. fr.de berichtet, dass Weil bis zu seinem Rücktritt großen Druck in der politischen Arena verspürte.

Sein Nachfolger steht bereits fest: Olaf Lies, der derzeitige Landeswirtschaftsminister, wird die Geschäfte übernehmen. Lies gilt als Favorit für die Nachfolge und hat bereits langjährige Erfahrung in der Landesregierung, wo er zuvor auch als Umweltminister tätig war. zdf.de hebt hervor, dass Lies auch als möglicher Nachfolger für den SPD-Parteivorsitz in Niedersachsen vorgeschlagen wird, was seine bedeutende Rolle innerhalb der Partei unterstreicht.

Ein Politiker geht in eine neue Phase

Weil führte die SPD in Niedersachsen zu drei Landtagswahl-Siegen und verhalf der Partei 2022 zu über 33 Prozent der Stimmen. Diese Erfolge haben ihn zu einem der drittdienstältesten Regierungschefs in Deutschland gemacht. Vor seiner Zeit als Ministerpräsident war er von 2006 bis 2013 Oberbürgermeister von Hannover. Es gab bereits seit Jahren Spekulationen über einen vorzeitigen Rücktritt, doch Weil hatte zuvor angekündigt, bis 2027 im Amt bleiben zu wollen. Nun kündigt er jedoch seinen Rückzug aus der Politik an, um mehr Zeit mit seiner Frau Rosemarie zu verbringen.

Die CDU Niedersachsen reagierte umgehend und forderte Neuwahlen, falls Weil tatsächlich zurücktritt. Partei- und Regierungskritiker sprechen von einem „Hinterzimmer-Deal“, während die SPD mit Weils Rückzug in eine Zeit des Umbruchs nach der Bundestagswahl 2025 eintritt. Niedersachsen selbst bleibt einer der mächtigsten Landesverbände der SPD in Deutschland.

Obwohl der Rückzug Weils für viele überraschend kommt, kann er auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Mit einer vollen Amtszeit hätte er sogar den Rekord von Ernst Albrecht über die längste Amtszeit eines Ministerpräsidenten in Niedersachsen brechen können. Dennoch, wie Weil selbst betont, sind die Anforderungen in der heutigen Politik anspruchsvoller geworden, was die Notwendigkeit von Führungswechseln in der Partei unterstreicht.

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fr.de
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zdf.de

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