Oldenburg

Erdbeben-Schock in Oldenburg: Wie gefährlich sind die Erdgasfelder?

Am 2. April 2025, um 08:22 Uhr, wurde im Landkreis Oldenburg ein Erdbeben mit einer Stärke von 3,2 auf der Richterskala registriert. Dieses Erdbeben wird als das bislang stärkste in der Region zwischen Oldenburg und Cloppenburg angesehen. Das Epizentrum lag in Wardenburg, einem Gebiet, das für seine Erdgasfelder bekannt ist. Bürger aus der Umgebung meldeten sich besorgt bei der Polizei in Wildeshausen, doch bisher sind keine nennenswerten Schäden bekannt geworden. Der Vorfall sorgt dennoch für Aufregung, da Niedersachsen in der Vergangenheit immer wieder von Erdbeben in der Nähe von Erdgasfeldern betroffen war, wie ndr.de berichtet.

Bereits am Vortag, dem 1. April 2025, war ein weiteres Erdbeben im Landkreis Diepholz mit einer Stärke von 3,6 registriert worden. Am Mittwoch, dem 3. April 2025, ereignete sich zudem ein Beben zwischen Bassum und Neubruchhausen, auch hier ohne Hinweise auf Schäden. Diese Häufung von Erdbeben in kurzer Zeit beunruhigt viele Anwohner und Regierungsbehörden.

Ursprung des Bebens

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat festgestellt, dass das Beben keinen tektonischen Ursprung hat. Vielmehr wird es wahrscheinlich durch die Erdgasförderung verursacht, die Spannungen im tiefen Untergrund erzeugt, die zu Erschütterungen an der Oberfläche führen können. Das LBEG hat auch um Mithilfe der Anwohner gebeten, um das Ereignis näher zu untersuchen und das genaue Epizentrum weiter zu bestimmen. Die Erschütterungen waren in einem Umkreis von 15 Kilometern spürbar, was das Ausmaß des Bebens weiter verdeutlicht, wie bild.de berichtet.

In der Region sind einige Anwohner besorgt über mögliche künftige Erdbeben, insbesondere angesichts der damit verbundenen Risiken für die Infrastruktur. Das Bundesamt schaut in diesem Zusammenhang auf die Daten der letzten Wochen, um Muster oder Zusammenhänge zu erkennen.

Schwere der Erdbeben in Niedersachsen

Das aktuelle Beben in Wardenburg reiht sich ein in die Liste der schwersten Erdbeben in Niedersachsen. Ab einer Stärke von 3 sind Erdbeben auch in besiedelten Gebieten spürbar, während ab Stärke 5 größere Schäden zu erwarten sind. Eine Übersicht über die 10 schwersten Erdbeben in Niedersachsen lautet:

Rang Ort Datum Stärke
1 Rotenburg 20. Oktober 2004 4,5
2 Soltau 2. Juni 1977 4,0
3 Syke 15. Juli 2005 3,8
4 Lastrup 1. Oktober 2018 3,6
5 Syke 25. März 2024 3,6
6 Völkersen 20. November 2019 3,2
7 Wardenburg 1. April 2025 3,2
8 Syke 1. Mai 2014 3,2
9 Cloppenburg 19. Dezember 2014 3,1
10 Völkersen 22. April 2016 3,1

Die regionale Bevölkerung wird angehalten, wachsam zu sein und Meldungen über Erschütterungen oder Schäden umgehend der Polizei oder den zuständigen Behörden zu melden. Die Suche nach dem Ursprung des Bebens und dessen Auswirkungen wird in den kommenden Wochen weiter im Fokus stehen.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
bild.de

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