
Das Unternehmen Piller Blowers & Compressors mit Sitz in Moringen hat einen bedeutenden Schritt in der industriellen Wärmepumpentechnologie gemacht. Aktuell beliefert Piller den BASF-Standort Ludwigshafen mit einem hochentwickelten elfstufigen Verdichtersystem, das das zentrale Element der innovativen CompriVAP-Technologie bildet. Diese Technologie ist darauf ausgelegt, eine thermische Leistung von bis zu 50 MWth zu erreichen. Laut hna.de basiert das System auf der Rückgewinnung und Wiedernutzung von Dampf, wodurch es als kräftige industrielle Wärmepumpe fungiert.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Eignung der CompriVAP-Technologie für Niedertemperatur-Abwärmeströme. Der Prozessdampf wird von einem elektrisch betriebenen Verdichter angesaugt und auf ein höheres Energieniveau gehoben. Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist die Erreichung einer CO₂-freien Dampfproduktion am BASF-Standort. Überdies plant BASF, 98 Prozent der Treibhausgasemissionen, die bei der Produktion von Ameisensäure entstehen, einzusparen. Ameisensäure findet vielseitige Anwendungen, beispielsweise in der Futtermittelkonservierung und in der Lederverarbeitung.
Kooperation und Expertise
Piller geht in dieser hochmodernen Initiative eine Kooperation mit GIG Karasek ein, einem Unternehmen, das zur Dr-Aichhorn-Gruppe gehört. Geschäftsführer von Piller, Christoph Bönisch, hebt die essentielle Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor und betont die Expertise seines Unternehmens in der Dampfverdichtung. Auch Andreas Schnitzhofer, Geschäftsführer von GIG Karasek, zeigt sich überzeugt von der Entscheidung für Piller, basierend auf dessen langjähriger Erfahrung im Bereich der Verdichtertechnologie.
Piller Blowers & Compressors hat sich darauf spezialisiert, maßgeschneiderte Verdichtersysteme für diverse Anwendungsbereiche zu entwickeln. Diese umfassen unter anderem die Lebensmittelindustrie, Zellstoff- und Papierproduktion sowie die chemische und petrochemische Industrie. Laut piller.de ist das Unternehmen global erfolgreich und verfolgt eine Linie, die sowohl Effizienz als auch Wirtschaftlichkeit in den Mittelpunkt stellt.
Wirtschaftliche und ökologische Ziele
Zusätzlich wird die Einführung der Dampfturbolader-Technologie als ein entscheidender Fortschritt im Bereich der CO₂-Reduktion betrachtet. Diese Technologie bietet potenzielle Einsparungen von bis zu 486 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr. Die positiven Effekte sind nicht nur ökologischer Natur, sondern tragen auch zur Optimierung der Produktionsprozesse in den Unternehmen bei. Die Entwicklung nachhaltiger Lösungen wird auch durch Kooperationen, wie beispielsweise mit Fraunhofer UMSICHT, unterstützt. Dieser Ansatz soll eine nachhaltigere industrielle Zukunft gewährleisten, wie in einem turbonik.de Artikel angesprochen wird.
Die Kombination von Effizienztechnologien, wirtschaftlichen Anforderungen und umweltfreundlichen Zielen wird als Schlüssel betrachtet, um die Klimawende aktiv mitzugestalten. Somit ist die Entwicklung beim BASF-Standort Ludwigshafen ein wichtiger Teil dieser nachhaltigen Agenda.