Grafschaft Bentheim

Erdbeben der Stärke 3,2 erschüttert Wardenburg – Bürger in Aufregung!

Am Dienstag, dem 4. April 2025, wurde der Landkreis Oldenburg von einem Erdbeben erschüttert. Mit einer Stärke von 3,2 auf der Richterskala gilt es als das stärkste Beben, das bisher in der Region zwischen Oldenburg und Cloppenburg registriert wurde. Bürgermeister Christoph Reents von Wardenburg schätzte die Lage gelassen ein und bemerkte, dass Menschen während des Bebens aus ihren Häusern rannten, während Gläser wackelten. Die Erschütterung dauerte etwa zehn Sekunden, und Anwohner berichteten von einem spürbaren Zittern im ganzen Körper.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bestätigte, dass das Epizentrum des Bebens in Wardenburg lag und die Erschütterungen bis zu einem Umkreis von 15 Kilometern fühlbar waren. Nach Angaben des LBEG wurde das Beben wahrscheinlich durch Erdgasförderung von ExxonMobil verursacht. Spannungen im tiefen Untergrund können derartige Erdbeben auslösen, was in den vergangenen Jahren in Niedersachsen zunehmend beobachtet wurde und nun erneut die Gefahren der Erdgasförderung ins Licht rückt.

Auswirkungen und Schäden

Obwohl das Beben einige leichte Sachschäden verursachte, wie Risse in Wänden und Schornsteinen, gab es laut Reents keine nennenswerten Risse oder große Unsicherheiten. Dennoch meldete die Polizei in Wildeshausen zahlreiche Anrufe besorgter Bürger, die sich über die ungewöhnlichen Erschütterungen erkundigten. Das LBEG bittet die Anwohner, einen Fragebogen auszufüllen, um die Auswirkungen des Bebens besser zu erfassen. Die gesammelten Daten sollen sowohl zur genauen Bestimmung des Epizentrums als auch zur Analyse der Erdbebeneffekte beitragen.

In der Region Hengstlage wird seit den 1960er Jahren Erdgas gefördert. Diese jahrzehntelange Förderung könnte zu den Spannungen im Untergrund beigetragen haben, die nun zu einem spürbaren Beben führten. Erdbeben in Niedersachsen sind keineswegs ungewöhnlich; so ereignete sich zuletzt im März 2022 ein Beben bei Syke mit einer Magnitude von 3,6. Historisch gesehen hatte das stärkste Erdbeben in Niedersachsen eine Stärke von 4,5 und wurde 2004 in Rotenburg (Wümme) gemessen.

Um zukünftige Risiken für die Bevölkerung zu minimieren, ist es unerlässlich, dass langfristige Maßnahmen zur Überwachung und zur geologischen Sicherheit der Erdgasförderung ergriffen werden. Dies erfordert fundierte geologische Untersuchungen und ein kontinuierliches Monitoring, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Experten warnen, dass insbesondere Erdgasförderung zu abrupten Spannungsentladungen führen kann, die sich in Form von Erdbeben äußern.

Für die Region bleibt die Frage nach den Risiken der Erdgasförderung weiterhin von zentraler Bedeutung, da immer mehr Vorfälle dokumentiert werden, die scheinbar direkt mit dieser Praxis in Zusammenhang stehen. Das LBEG wird die Möglichkeiten für eine vertiefte Untersuchung der Erdbebenursachen weiterhin im Blick behalten.

Die Beben der letzten Jahre zeigen auf, wie wichtig eine Sensibilisierung für geologische und sicherheitstechnische Aspekte im Zusammenhang mit der Erdgasförderung ist. Auch die Bürgerbeteiligung bei der Erfassung der Auswirkungen könnte eine wertvolle Informationsquelle für die zuständigen Behörden darstellen.

Die Entwicklung bleibt somit nicht nur für die Region Wardenburg, sondern für ganz Niedersachsen von signifikanter Bedeutung, da die Frage der Sicherheit in Bezug auf die Erdgasförderung auch auf höherer politischer Ebene diskutiert werden muss.

NDR berichtet, dass die Erdbebenereignisse in Niedersachsen durch die Erdgasförderung zunehmend an Relevanz gewinnen. Welt hat ausführlich über die Verantwortung von ExxonMobil und die spezifischen Risiken gesprochen, während Investment Week die Notwendigkeit für kontinuierliche geologische Untersuchungen betont hat.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
welt.de
Mehr dazu
investmentweek.com

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