Cuxhaven

Peiting feiert: 102 Jahre Heinrich Muckle, ein Leben voller Geschichte!

Heinrich Muckle, der älteste Bürger von Peiting, hat am 3. April 2025 seinen beeindruckenden 102. Geburtstag gefeiert. Die Feierlichkeiten wurden von Bürgermeister Peter Ostenrieder, der dem Jubiläum mit Glückwünschen und einem Osternest mit Peitinger Honig einen festlichen Rahmen verlieh, humorvoll begleitet. Die Familie spielte eine zentrale Rolle an diesem besonderen Tag, denn auch seine Tochter Renate Paschke war anwesend und stieß auf die Gesundheit ihres Vaters an.

Muckle wurde 1923, fünf Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, in Speyer geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Oberschule in seiner Heimatstadt absolvierte er eine Lehre in der Sozial- und Krankenversicherung. Im Jahr 1941 wurde er zur Marine nach Cuxhaven eingezogen, wo er auf einem Vorpostenschiff bei Le Havre diente. Das Kriegsende erlebte er 1945 an der Marine-Kriegsschule in Flensburg, wo er sich schwere Verwundungen zuzog.

Eine Lebensgeschichte im Wandel der Zeiten

Im November 1945, nach dem Ende des Krieges, heiratete Heinrich Muckle seine Frau Christa, die er in einem Flüchtlingszug kennengelernt hatte. Gemeinsam hatten sie eine Tochter, Renate, die zwei Jahre nach der Hochzeit auf die Welt kam. 1955 übernahm Muckle die Position des Dienststellenleiters der AOK in Schongau, nachdem er mit seiner Familie dorthin gezogen war. Das damalige Büro der AOK befand sich in einem Gebäude gegenüber vom Butterwerk, wo heute eine Pizzeria steht.

Aufgrund seiner Kriegsverletzungen ging Heinrich Muckle 1982 vorzeitig in Pension. In den Jahren nach seiner Pensionierung reiste er mit seiner Frau nach Ungarn, um Heilbäder aufzusuchen. Tragischerweise verstarb Christa Muckle 2015 im Alter von 92 Jahren. Seitdem lebt Heinrich Muckle alleine in seiner Wohnung, wird jedoch aktiv von seiner Tochter unterstützt.

Bergbau zwischen Tradition und Innovation

Die Fotos geben Einblicke in den Arbeitsalltag der Bergleute über die Jahre hinweg. Viele Aufnahmen entstanden sogar während der Arbeit und zeigen die oft schwierigen Bedingungen, denen die Bergarbeiter ausgesetzt waren. Sie arbeiteten in 8-Stunden-Schichten und waren ständigen Risiken ausgesetzt, darunter Lärm, Kohlestaub und Wasser, ohne dass Gehörschutz zur Verfügung stand. Bedeutsam ist, dass in der Geschichte des Bergwerks zwischen 1920 und 1968 insgesamt 31 Bergleute ihr Leben verloren.

Die Schließung des Bergwerks wurde durch das Aufkommen von Heizöl als kostengünstigere und praktischere Energiequelle bedingt. Viele der Bergleute, die kurz vor dem Rentenalter standen, fanden jedoch eine neue Beschäftigung in Handwerksbetrieben. Diese Ausstellung gewährt nicht nur einen Blick in die Vergangenheit Peitings, sondern spiegelt auch die Höhen und Tiefen des Bergbaus wider.

Der Forschungsbereich der Bergbaugeschichte, insbesondere am Deutschen Bergbau-Museum Bochum, legt einen Fokus auf die Untersuchung von historischen Bergbaupraktiken und deren langfristigen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht eine umfassende Analyse der Faktoren, die die Geschichte des Bergbaus geprägt haben, und schafft Verbindungen zu aktuellen Diskussionen über die Nutzung natürlicher Ressourcen.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
merkur.de
Weitere Infos
kreisbote.de
Mehr dazu
bergbaumuseum.de

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