
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg und ihr Trainer Tommy Stroot haben sich überraschend getrennt. Der Verein bestätigte die Entscheidung eine Woche nach dem letzten Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona, in dem die Wolfsburgerinnen deutlich mit 1:6 unterlagen. Stroot legte sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder und hinterlässt damit große Fußstapfen im Frauenfußball. Ein Nachfolger steht derzeit noch nicht fest; der Verein wird zu gegebener Zeit darüber informieren, wie die weitere Trainungsgestaltung aussehen wird.
Stroot, der seit 2021 an der Seitenlinie des VfL stand, hatte im vergangenen Sommer seinen freiwilligen Abschied nach der Saison 2024/25 angekündigt. Trotz dieser ursprünglichen Entscheidung wurde er jedoch von Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen zu einer Vertragsverlängerung bis 2027 überredet. Nun tritt er abrupt zurück und äußerte, dass er nicht mehr die nötige Energie spüre, um den hohen Ansprüchen im Verein gerecht zu werden.
Schwierige Saison für Wolfsburg
Die aktuelle Saison verläuft für die Wolfsburgerinnen alles andere als optimal. Der Club droht, zum ersten Mal seit 2012 ohne Titel zu bleiben. In der Bundesliga betragen die sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer FC Bayern München vier Spieltage vor Schluss. Zudem schieden die Wolfsburgerinnen nach zehn Titelgewinnen in Folge im DFB-Pokal überraschend gegen 1899 Hoffenheim aus.
Die Champions-League-Geplante Rückkehr war ebenfalls enttäuschend: In den letzten zwei Begegnungen gegen den FC Barcelona verloren die Wolfsburgerinnen klar mit 1:4 und 1:6. Stroot hatte bereits vor seinem Rücktritt die besorgniserregenden Leistungen und die Drucksituation beschrieben, die er nicht länger erfolgreich managen konnte. “Es war eine harte Entscheidung, aber ich respektiere seine Ehrlichkeit,” äußerte Peter Christiansen bezüglich Stroots Abgang.
Tommy Stroot kam 2021 von Twente Enschede zum VfL Wolfsburg und gewann in seiner Zeit dort einmal die Deutsche Meisterschaft sowie dreimal den DFB-Pokal. Seine Ära ist nun jedoch abrupt zu Ende gegangen, und der Verein muss sich auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben, der die Ambitionen und den Erfolg des VfL weiterführen kann.